Verfahren Lfd.Nr.1070
Tatkomplex: NS-Gewaltverbrechen in Haftstätten
Angeklagte:
Le., Max 8 Jahre
Gerichtsentscheidungen:
LG/BG Gera 630211 Az.: 1Bs119/62 I47/62
Ob.Gericht der DDR 630316 Az.: 1cUst7/63
Tatland: BRD
Tatort: KL Flossenbürg
Tatzeit: 39-43
Opfer: Häftlinge, Juden, Kriegsgefangene
Nationalität: Deutsche, Polnische, Tschechische, Sowjetische
Dienststelle: Haftstättenpersonal KL Flossenbürg
Verfahrensgegenstand: Schikanierung, Antreibung und brutale Misshandlung von
Häftlingen im Steinbruch des KL Flossenbürg. Mehrere Häftlinge liefen aus Verzweiflung
in die SS-Postenkette, wo sie erschossen wurden. Beihilfe zur Tötung eines sowjetischen
Offiziers, der nach seiner Erhängung noch Lebenszeichen gab und dann eine
Evipan-Injektion erhielt. Beteiligung an der Misshandlung eines Häftlings, der sich aus
Verzweiflung beide Beine von einer Lore hatte abfahren lassen, und dann wegen
'Selbstverstümmelung' bestraft wurde. Misshandlung und Zurückweisung von Häftlingen,
die das Krankenrevier aufsuchten
Veröffentlicht in DDR-Justiz und NS-Verbrechen Band III
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